Innen kleiner als außen

June 24, 2017  •  Kommentar schreiben

Ein alternativer Titel für diesen Beitrag wäre auch gewesen: Die endlose Bauerei der Staukästen.

Wir haben uns unsere Staukästen selbst gebaut. Dieses hatte mehrere Gründe:

  • Wir konnten sie nach Maß anfertigen
  • Sie passen optisch besser zu unserem historischen Fienchen, als gekaufte Hochleistungs-Riffelblech-Staukästen
  • Wir haben selbst etwas geschaffen
  • Es war deutlich günstiger

Als Material wählten wir für den Rahmen Stahlwinkel 30x30x3, für die Kofferaußenflächen Siebdruckplatten in den Stärken 12mm (Oberseite, Unterseite und Klappe) bzw. 9mm für die Seitenwände.

Die Staukästen sollten folgende Größe erhalten:

  1. Links vorne Höhe 40cm, Breite 150cm, Tiefe 45cm
  2. Links mitte Höhe 40cm, Breite 55cm, Tiefe 70cm
  3. Links hinten Höhe 30cm, Breite 40cm, Tiefe 50cm (geringere Höhe, um den Böschungswinkel zu erhalten)
  4. Rechts mitte Höhe 40cm, Breite 120cm, Tiefe 70cm
  5. Rechts hinten Höhe 30cm, Breite 40cm, Tiefe 50cm (geringere Höhe, um den Böschungswinkel zu erhalten)

Also kurzerhand das Schweißgerät gezückt und los gings.....

Das dieses unsere erstes größeres Schweißprojekt war, mussten wir uns erst einmal einen "Workflow" erarbeiten.

Doch schließlich waren die Außengerippe geschweißt. Sicherlich brauchen wir nicht zu erwähnen, dass eine von uns, deren Namen aus Datenschutzgründen jetzt allerdings nicht öffentlich genannt werden soll, sich vermessen hatte und wir alle Kästen noch einmal auftrennen und die Tiefe um 5 cm reduzieren mussten. Zum Glück gab es ja einen Winkelschleifer :-)

Doch schließlich passte alles dahin, wohin es später kommen sollte.

 

Doch irgendwann überkamen uns Zweifel, ob denn die einzulegenden Siebdruckplatten plan auf den Winkeln aufliegen können, weil sich in den Schweißecken manchmal kleinere, manchmal größere Schweißrückstände angesammelt hatten. Und lange Zeit blieb dieses ein offener Gedanke, da wir zunächst keine Lösung wussten.

Doch dann dei Erkenntnis: Hartmetallfräser für die Bohrmaschine.... und innerhalb eines Tages ging es weiter...

... und die Rückstände konnten ziemlich gut, wenn auch mühsam entfernt werden. Bohröl drauf, gefräst, und gut.

Jetzt war es an der Zeit, die Staukastenklappen anzupassen

Doch zuvor musste noch die Dichtung bestellt, geliefert, abgelängt und eingebracht werden.

Nun konnten die T-Bänder, die wir als Klappenscharniere vorgesehen hatten befestigt.....

 

 

.... und hinterher angeschweißt werden.

So weit, so gut, nun mussten die Siebdruckplatten angepasst werden. Die ungefähre Größe hatten wir uns bereits bei der Bestellung schneiden lassen, jedoch die Feinanpassung erfolgte dann mittels Kreissäge.

Im Fach auf der rechten Seite, gleich neben dem Tank wollten wir noch einen Zwischenboden einziehen, da hier auch unsere Teleskopleiter ihren Platz finden sollte.

Schließlich mussten die Platten alle wieder herausgenommen werden, um die Stahlskelette gestrichen werden konnten. Zuerst mit Rostschutzprimer, anschließend in Mattschwarz.

Anschließend wurden die Platten wieder eingelegt und mit Dekasyl MS-5 bzw. Sikaflex 221 verklebt.

Jetzt fehlten noch die letzten Feinarbeiten. Für den Verschluß wählten wir Schraubösen. Zu diesem Zweck schnitten wir Gewinde in den Metallwinkel und konterten die Schraube von hinten.

Zum Anziehen der Klappe wählten wir einfache Schrauben, die wir von vorne konterten und die noch mit Flügelmuttern versehen werden.

Hier konnten wir die originalen Vorhängeschlösser, die im Fienchen waren, benutzen.

Zum krönenden Abschluß dichteten wir alles mit Dekasyl MS-5 bzw. Sikaflex 221, hinten, unten und innen mit Silikon ab.

Tja, die Staukästen sind nun fertig und warten darauf, eingebaut zu werden.

Jetzt haben wir aber erst einmal die Waage bemüht, um zu sehen, wie schwer die Kästen sind.

  • Links vorn: 34 kg
  • Links mitte: 20 kg
  • Links hinten: 14 kg
  • Rechts mitte: 47 kg
  • Rechts hinten: 14 kg

Das macht summasummarum stolze 129 kg. Das ist zwar ein ganz happiges Gewicht, dafür sind sie aber auch irre stabil. Dann werden wir ein paar weiße Tischdecken weniger mitnehmen, um das wieder auszugleichen.

Natürlich verfügen wir nicht über einen Gabelstapler und den Bauern um die Ecke wollten wir auch nicht belästigen.

Zum Glück hat sich Timo bereit erklärt, die eigentliche "Wuppearbeit" zu machen und so schafften wir es, zu dritt die Kästen in die richtige Position zu bugsieren und an den zuvor bereits intsllierten 10mm Gewindestangenstücken zu befestigen.

An dieser Stelle vielen vielen Dank dafür!

Während des "wuppens" hörte ich mehrfach die gesäuselten Worte, die so ähnlich klangen wie "ich bin zu alt für diesen Scheiß", so dass ich denke, dass Timos Gesichtsausdruck beim wuppen nicht so entspannt war in auf dem untenstehenden (gestellten) Foto.

Hier nun die Staukästen auf der linken Seite...

und auf der rechten.

Dieser Staukasten ist als einziger groß genug, um unsere Teleskopleiter aufzunehmen, weshalb wir hier noch einen Zwischenboden eingezogen haben.

Wer nun bis hierher aufmerksam mitgelesen hat, wird festgestellt haben, dass wir nur drei der fünf Staukästen angebaut haben.

Das hat zum einen den Grund, dass wir über dem Staukasten hinten links unser "Öfchen" - Globefire Pluto - befestigen wollen und zu diesem Zweck noch von unterhalb der Bodenplatte verstreben wollen.

Und über dem Staukasten hinten rechts wird unsere Trockentrenntoilette ihren Platz finden und wir werden den flüssigen Anteil unserer Hinterlassenschaften in einem Kanister im Staukasten auffangen.

Zu beiden Themen wird es dann entsprechende Infos geben.

Und wir hoffen, dass wir die beiden kleinen Staukästen auch alleine in die richtige Position bringen können.

Deshalb.... stay tuned, es bleibt spannend.


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