Plutonische Hitze

July 07, 2017  •  Kommentar schreiben

Wir wollen nicht frieren. Und um dem vorzubeugen, überlegten wir uns, welche Art von Heizung wir im Fienchen installieren wollen.

Vieles war im Gespräch, doch schließlich entscheiden wir uns - inspiriert von www.herman-unterwegs.de für einen Holzofen.

Zum Einen mögen wir die angenehme Wärme eines Holzofens sehr, zum Anderen ist man durch die hohe Wärme bestimmt eher in der Lage, Feuchtigkeit aus dem Expeditionsmobil herauszubekommen, zumal wir alles mit Holz vertäfeln wollen.

Ein Holzofen sollte also her und so erkundigten wir uns ein wenig auf dem Heizungsmarkt.

Dabei merkten wir ziemlich schnell, dass es gar nicht so einfach ist, Ofenmodelle zu finden, bei denen alle Punkte auf der Anforderungsliste erfüllt werden können.

  • Das Wichtigste war, dass wir für die Verbrennung Außenluft nutzen wollten, damit nicht der Sauerstoff des Fahrzeuginneren verbraucht wird.
  • Dann wollten wir eine Glasscheibe im Ofen haben, denn schließlich erhalten wir allein dadurch schon ein bischen mehr Gemütlichkeit, als durch einen einfachen Metallklotz.
  • Dann sollte der Ofen nicht allzu groß dimensioniert sein, sowohl in der Leistung, als auch in den Außenmaßen.

Und so fiel auch unsere Wahl auf einen GLOBEFIRE PLUTO*.

Dieser wird mit Untergestell geliefert und kam bereits wenige Tage nach der Bestellung bei uns an.

Nun hieß es, den schweren Kasten ins Fienchen zu transportieren, immerhin wiegt er einige Kilos.

Doch unter Zuhilfenahme einer Leiter konnten wir eine Schiefe Ebene basteln und den Ofen ins Fienchen hochschieben.

Da stand er nun, gut eingepackt in einer stabilen Holzkiste, die erst einmal geöffnet werden wollte.

Doch schließlich stand er provisorisch an seinem Fleck.

Nun gingen wir allerdings einige Wochen mit dem Problem schwanger, wie wir ihn befestigen sollten.

Der eigentliche (sehr schwere) Ofen steht auf einem (recht leichten) Unterschrank. Das heißt dass der Schwerpunkt sehr weit oben liegt. Und wir wollen natürlich vermeiden, dass der Ofen im Falle einer Vollbremsung oder gar eines Unfalls einen Besuch im Führerhaus macht.

Wir erhielten ein paar Tips zur Befestigung des Ofens (Vielen Dank an Sabine und Micha), doch das Problem mit dem Unterschrank konnten wir eine Weile nicht lösen.

Schließlich packten wir das Schweißgerät mal wieder aus und schweißten ein Untergestell für das Untergestell (Wortwitz: Untergestell für das Untergestell hihi), senkrechte Stahlwinkel, die in den hohlen Beinen des Untergestells auf voller Länge hineinragen, unten herum durch ebenfalls Stahlwinkel zusammengeschweißt.

Dann wurde das Untergestell mit diversen Schrauben an unser Stahlgestell angeschraubt. Das sollte halten.

Doch nun zum eigentlichen Ofen. Hier bohrten wir ganz vorsichtig vier Löcher durch den Gußboden.

Durch diese Löcher wurden lange 10mm-Gewindestangen durch ebenfalls passende Löcher im Unterschrank hindurchgeführt.

Die Gewindestangen werden nun durch den Unterschrank hindurchgeführt....

... und gehen durch den Fahrzeugboden hindurch.

... wo sie mit zwei Stahlblechen verschraubt werden. (Die langen Gewindestangen auf dem Bild unten sind übrigens die Aufhängungen der hinteren Staukästen.)

Nun kam die Außenluft an die Reihe. Hier musste wieder einmal ein Loch ins Fienchen gesägt werden. Es sollte nicht das letzte bleiben.

Kuckuck

Ins Loch kam ein passender Anschlußflansch für den flexiblen Aluschlauch.

Nun zum nächsten Loch im Fienchen, der Durchlass für den Schornstein.

Abgeklebt mit Malerkrepp, damit der Schimmelschutzanstrich durch die Stichsäge nicht abgekrazt wird.

Et voilà.... das Loch ist im Fienchen.

Und der Schornstein passt da sogar durch :-) Yippie

 

Allerdings stand das Ofenrohr zu weit nach hinten hinaus, weshalb wir das Verlängerunsstück des Ofenrohres kürzen mussten.

Also gleichmäßigen Abstand anzeichnen, ordentlich die zu flexende Kante mit Malerkrepp abgeklebt, damit man es beim flexen besser erkennen kann, wo man etwas wegnehmen muss.

Und schon passte alles.

Um die Wärme von den Sandwichplatten des Kofferaufbaus wegzuhalten haben wir uns für 50mm Promatplatten entschieden, die wir an die Innenseite des Koffers mittels Promatkleber anklebten. In den Lochausschnitt der Sandwichplatte setzten wir passend ein kleineres Stück Promat ein und nahmen von der 50mm-Stärke etwas ab, damit es zur Dicke der Sandwichplatte passt. Promat lässt sich übrigens hervorragend mit einer Stichsäge bearbeiten.

Hier noch einmal der Wandaufbau von der Seite.

Die Löcher zwischen der Promatplatte und dem Ofenrohr haben wir mit etwas Steinwolle ausgefüllt.

Hier noch einmal der Außenluftanschluß

Nun fehlte noch der Abschluß nach hinten. Hierfür wählten wir eine Edelstahlplatte, in welche wir ein passendes Loch hineinschnitten. An dieser Stelle vielen Dank an Willi für die Zurverfügungstellung einer 45-Grad-Schnittzeichnung des Ofenrohres, wonach wir das Loch ganz einfach auf die Edelstahlplatte aufzeichnen konnten.

Dann kam wieder einmal die Stichsäge zu ihrem Recht und sägte so vor sich hin, bis alles passte. Noch ein paar Feilenstriche und alles war gut.

Die Edelstahlplatte wurde auf der Rückseite mit selbstklebendem Zellkautschuk 20x3 mm abgedichtet.

Den kleinen Spalt zwischen der Edelstahlplatte, die noch in Fahrzeugfarbe oder in schwarz gestichen werden wird dichteten wir mittels hochtemperaturbeständigem Silikon ab.

Der "Regenstutzen ist zur Zeit nur provisorisch aufgesetzt, da wir erst einmal ausprobieren wollen, ob der Ofen genug Zug hat, oder ob wir, wenn wir ihn betreiben wollen, ein Verlängerungsrohr aufsetzen müssen.

Hier noch ein Foto vom "Endzustand". Scheint ganz nett geworden zu sein :-)

Das nächste Projekt ist nun die Elektroanlage. Es bleibt spannend. Im wahrsten Sinne des Wortes.

stay tuned...


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