Widahi-Fieber und eine Begegnung der dritten Art...

July 08, 2017  •  Kommentar schreiben

08.07.2017, Lyggie:

Unsere Luna wird immer schöner. Und größer. Und schwerer. Und sie ist immer, also ich meine wirklich immer gaaaanz furchtbar freudig aufgeregt, wenn sie ein Mitglied ihrer eigenen Spezies erblickt.

Da wird gebellt,  da wird in die Leine gehopst, da wird wieder gebellt, da wird wieder gehopst, und so weiter und so weiter...womit sie eigentlich nur zum Ausdruck bringen mag: Will Da Hin. Will uuunbedingt Hallo sagen!!!! Los jeeeetzt !!!!!!!! Sofooooort!!!!

Lässt man sie dann zu derjenigen anderen Fellnase / anderem Ziel ihrer Begierde, ist ihrerseits alles gut (der Gedanke ist schon beruhigend, unser vorheriger Hund machte das gleiche Leinengehopse, jedoch wusste man nie, wie er sich nach seinem Theater verhielt...). Kurzum: Sie liebt einfach jeden anderen Hund. Aber auch Menschen, Pferde, Katzen....nur Schafe findet sie irgendwie doof.

Am Anfang machte sie das bei jedem, der ihr begegnete, doch mittlerweile beschränkt es sich bei Menschen auf diejenigen, die sie anschauen und somit Kontakt zu ihr aufnehmen ("oooch, ist die sühüüüß"). Und bei Hunden jeglicher Coleur!

Meli nennt es ganz kurz und prägnant: Das Wi(ll)dahi(n)-Fieber. Gute Absicht Lunaseits, aber definitiv kein angenehmes Verhalten, wenn man dann  demnächst ca. 35kg Fellnasenlebendgewicht online hat. Dank unserer tatkräftigen Nachbarinnen mit zwei und vier Beinen (Danke!!! :-) wird dieses Verhalten aber nun hoffentlich bald der Vergangenheit angehören und Luni auch bei unvermuteten Hundebegegnungen die Ruhe selbst sein. Denn wir haben die wöchentliche Welpenstunde in der Hundeschule aus den oben genannten Gründen erst mal geknickt.

Es ergibt absolut keinerlei Sinn, wenn Luni dort (als einzige) lautstark Theater macht, weil sie (und alle anderen dort) noch angeleint sind, wenn es dann heißt: Bitte ableinen! Falsche Botschaft. Definitiv!

Nun bekommt sie also ein Einzeltraining, das darin besteht, dass sie (der Einfachheit halber im Moment noch am Fienchen befestigt, denn sie hat schon ordentlich Kraft!) damit konfrontiert wird, dass unsere lieben Nachbarinnen (die sie gut kennt und liebt) in ihre Nähe kommen und sich aber wieder ruhig entfernen, wenn sie Theater macht und in die Leine springt. Bleibt Luna aber ruhig, kommen beide näher und am Ende (wenn sich Luni schlussendlich beruhigt und auf ihre vier Hundebuchstaben gesetzt hat) dürfen beide Hunde dann zusammen toben.

Dieser Vorgang dauerte beim ersten Mal geschlagene 90 Minuten, mittlerweile sind wir bei 9 Minuten angekommen. Ich bin begeistert und guter Dinge, dass wir das nun wirklich in den Griff bekommen :-) Nochmals Danke für Eure Geduld und eure Mühe, liebe Petra und liebe Penny!

Nun aber ein Schnitt und ein Sprung zu einer Situation, die sich wie folgt vor ein paar Tagen hier vor der Garage ereignet hatte:

Wir sitzen nach einem arbeits- und fußmarschreichen Tag hinter dem Fienchen. Luna uns gegenüber, war an dem Tag aus praktischen Gründen an unserer Sonnendachbefestigung angeleint. Somit hatte sie an dem Tag den vollen Einblick in unsere kleine Straße, an der in der Regel ungefähr so viel Fußgängerverkehr herrscht, wie am Rande eines Mondkraters.

Seit kurzem allerdings geht bei uns mehrfach täglich eine uns unbekannte, stets niemanden grüßende Frau vorbei, deren angeleinter Beagle auf Lunis Gemecker so gar nicht reagiert, und einfach weitermarschiert, als wären Luna und ihr Getöse die aus weiter Ferne zu hörenden Eindrücke eines Paralleluniversums. Beneidenswert.

Nun also zurück zu jenem Abend. Wir sitzen kaputt und entspannt hinter unserem Fienchen, als Luni plötzlich die Ohren spitzt und unsere kleine Straße hinabschaut und auch anfängt, irgendjemanden oder -etwas anzuwuffen. Nicht Hopsen, nur Wuffen. Ich schaue also neugierig um die Hecke und sehe die obenbenannte Frau mit ihrem üblich sediertähnlich ruhigen Beagle zwei Grundstücke weiter stehend (und die sind nun nicht wirklich schmal) und in unsere Richtung schauend.

Auch höre ich sie "AUS! AUS!"" schreiend und denke mir noch, warum um alles in der Welt muss man einen so wunderbar ruhigen Hund derart anschreien...aber naja, vielleicht hört er ja nicht mehr so gut.

Sie kommen etwas näher und Luni wufft lauter. Und die Frau schreit auch lauter: "AUS! AUS! AUS!" Und wir stellen fest: Die schreit nicht ihren, sondern unseren Hund an.

Ich schaue Meli an und Meli schaut mich an. Wir kratzen uns sprichwörtlich im Geiste am Kopf und versuchen die Situation in irgendeiner Schublade sinnvoll einzuordnen. Dieses gelingt uns allerdings so überhaupt nicht. Als die Frau schließlich an uns vorbeigeht, (der Beagle ist immer noch tiefenentspannt, Luna nicht) schaut sie bitterböse drein und brüllt wieder (in Lunas Richtung) den uns nun bereits vorliegenden, nicht wirklich geistreichen Text, den ich hier nun aus diesen Gründen für den geneigten Leser nicht nocheinmal wiederholen möchte.

Auf meine Frage (immer noch verdutzt), warum diese Dame bitte die nun mittlerweile in das schönste Widahi-Fieber in Richtung unaufdringlichem Beagle verfallene Luna anschreit, bekomme ich die unfreundliche Antwort, dass "sie das ja endlich mal lernen muss". Ohne weitere Erläuterung, was denn genau "DAS" sein mag.

Beagle trottet meanwhile unbeeindruckt weiter seiner Wege und ich frage mich kopfschüttelnd und mehr als negativ erstaunt, warum sich diese sonderbare Frau nicht einfach an ihrem wunderbar ruhigen Hund, dem schönen Wetter oder dem blauen Himmel erfreut, statt sich so offensichtlich über Luna aufzuregen. Und ich weise sie nicht mehr ganz so freundlich darauf hin, dass Luna diese Lektion nicht lernt, wenn irgendwelche dahergelaufenen Menschen sie anschreien.

Nachdem Frau und Beagle schon längst um die nächste Ecke verschwunden waren, suchten wir immer noch nach der versteckten Kamera, die wir zu unserer tiefsten Überraschung jedoch nirgends finden konnten.

Leute gibt´s....sagenhaft!

Nunja, wie geht man künftig damit um? Die besten Antworten fallen einem ja bekanntlich immer erst im Nachhinein ein. Ein mögliches Szenario bei erneutem Auftreten dieser Art der sonderbaren Beschallung wäre es, diese mit einem lauten "AN! AN! AN!" zu kontern. Und unsere Nachbarin, die das Geschehen zwar unbeteiligt aber dennoch sehr deutlich hat mitbekommen müssen, hat versprochen, auch noch laut dazu zu bellen :-D  WUFF!

Ob´s hilft?


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